Stell dir einen ganz normalen Dienstagmorgen vor. Deine Mitarbeiter kommen ins Büro, fahren die Rechner hoch, und nichts geht mehr. Keine Warenwirtschaft, keine E-Mails, kein Zugriff auf die Kundendaten. Ein Verschlüsselungstrojaner hat sich über Nacht durch euer Netzwerk gearbeitet und den zentralen Server lahmgelegt. Was jetzt zählt, ist eine einzige Frage: Wie schnell läuft der Betrieb wieder?
Genau an dieser Stelle setzt Disaster Recovery as a Service an, kurz DRaaS. Der Begriff klingt sperrig, meint aber etwas Handfestes. Deine Systeme und Daten werden laufend zu einem Cloud-Anbieter gespiegelt. Fällt dein eigener Standort aus, schaltest du auf die Kopie in der Cloud um und arbeitest von dort weiter, bis dein Haus wieder steht. Kein zweites Rechenzentrum, das du selbst bauen und betreiben musst. Kein Bangen, ob die letzte Datensicherung überhaupt noch lesbar ist.
In diesem Artikel gehe ich mit dir durch, was DRaaS wirklich ist, wo der Unterschied zu einem einfachen Backup liegt und welche Planungsgrößen du als Geschäftsführer kennen solltest. Ich sage dir auch, wo die Grenzen liegen. Denn ein Notfallplan aus der Cloud ist ein starkes Werkzeug, aber kein Allheilmittel.

Was DRaaS im Kern bedeutet
Bevor wir über Anbieter und Kosten reden, lohnt sich ein Blick auf die Grundidee. Sie ist einfacher, als der Name vermuten lässt.
Replikation statt einmaliger Kopie
Der Kern von DRaaS ist die Replikation. Deine Server, egal ob physische Maschinen oder virtuelle Systeme, werden fortlaufend an einen entfernten Ort kopiert, in diesem Fall in ein Cloud-Rechenzentrum. Microsoft beschreibt das für seinen Dienst Azure Site Recovery genau so: Der Dienst repliziert Arbeitslasten, die auf physischen und virtuellen Maschinen laufen, von einem primären Standort an einen zweiten Ort.¹
Der Unterschied zu einer klassischen Sicherung liegt im Wort „fortlaufend“. Es wird nicht einmal pro Nacht ein Abbild gezogen, sondern der Zustand deiner Systeme wird kontinuierlich nachgeführt. Ändert sich etwas auf deinem Server, wandert diese Änderung kurz darauf auch in die Kopie.
Failover und Wiederanlauf aus der Cloud
Kommt es zum Ernstfall, greift der zweite Baustein: das Failover. Fällt dein primärer Standort aus, schaltest du auf den zweiten Ort um und greifst von dort auf deine Anwendungen zu. Ist dein Haus wieder in Ordnung, wechselst du zurück. Microsoft nennt diesen Rückweg Failback.¹
Für dich als Entscheider heißt das: Nicht die Daten allein werden gerettet, sondern der Betrieb. Bei einem reinen Backup hast du im Zweifel deine Dateien, aber keine laufenden Systeme. Bei DRaaS stehen die Server in der Cloud bereit und können übernehmen. Aus einem Abbild werden im Failover neue virtuelle Maschinen erzeugt, die auf den replizierten Daten aufsetzen.¹ Das ist der entscheidende Punkt, wenn dein Betrieb in Stunden und nicht in Tagen wieder laufen muss.

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DRaaS, Backup und klassisches Disaster Recovery – wo die Unterschiede liegen
Diese drei Begriffe werden oft in einen Topf geworfen. Für deine Entscheidung ist es aber wichtig, sie sauber zu trennen. Sie lösen unterschiedliche Probleme.
Backup ist die letzte Reserve, nicht der schnelle Weg zurück
Ein Backup ist eine Kopie deiner Daten, die für eine bestimmte Zeit sicher aufbewahrt wird. Microsoft ordnet das klar ein: Mit Backups kannst du dich von einem Notfall erholen, wenn ein automatisches Umschalten auf eine Kopie nicht möglich ist oder wenn Daten beschädigt wurden.² Backups gehören also dazu, sie sind aber als letztes Mittel gedacht.
Zwei Dinge solltest du dabei bedenken. Erstens werden Backups meist in größeren Abständen erstellt, deshalb bedeutet eine Wiederherstellung aus dem Backup fast immer einen gewissen Datenverlust.² Zweitens braucht das Zurückspielen Zeit. Microsoft rät ausdrücklich dazu, Backups und den Wiederherstellungsprozess zu testen, um zu wissen, wie lange dieser Vorgang wirklich dauert.² Wer sein Backup nie ausprobiert hat, kennt seine Wiederanlaufzeit nicht.
Klassisches Disaster Recovery braucht eigene Standorte
Beim klassischen Disaster Recovery baust du selbst vor. Traditionell bedeutet das ein zweites Rechenzentrum oder zumindest einen Ausweichstandort mit eigener Hardware. Das BSI unterscheidet solche Standorte nach ihrem Bereitschaftsgrad. Ein „warmer Standort“ hat eine vorbereitete Hardwareumgebung, die im Notfall nur noch konfiguriert werden muss. Ein „kalter Standort“ bietet zwar alle Voraussetzungen, aber die IT-Systeme sind dort noch nicht betriebsbereit installiert.³
Das funktioniert, kostet aber Geld und Aufwand. Du zahlst für Räume, Strom, Kühlung und Technik, die im Normalbetrieb nur bereitsteht und wartet. Für einen Konzern mag sich das rechnen, für ein mittelständisches Unternehmen selten.

DRaaS verlagert genau diesen Aufwand in die Cloud
Hier liegt der eigentliche Reiz von DRaaS für KMU. Der Ausweichstandort ist die Cloud des Anbieters. Microsoft formuliert es so: Die Replikation nach Azure beseitigt die Kosten und die Komplexität, ein zweites Rechenzentrum zu unterhalten.¹ Du musst also keine eigene Ersatz-Infrastruktur kaufen und pflegen. Du buchst einen Dienst, der genau das für dich bereithält.
Damit wird eine Absicherung bezahlbar, die früher großen Unternehmen vorbehalten war. Und du kannst den Ernstfall proben, ohne den laufenden Betrieb zu stören: Notfalltests, sogenannte Drills, lassen sich durchführen, ohne die fortlaufende Replikation zu beeinträchtigen.¹ Genau dieses Üben ist wichtiger, als viele denken.
RTO und RPO – die zwei Zahlen, die du kennen solltest
Wenn du mit einem IT-Dienstleister über Ausfallsicherheit sprichst, fallen früher oder später zwei Abkürzungen: RTO und RPO. Sie klingen technisch, aber dahinter stecken einfache Geschäftsfragen. Sie helfen dir zu entscheiden, wie viel Absicherung dein Unternehmen wirklich braucht.
RTO – wie schnell muss der Betrieb wieder laufen?
RTO steht für Recovery Time Objective. Das BSI definiert diese Größe als die Wiederanlaufzeit eines Prozesses oder der benötigten Ressourcen und stellt klar: Die maximale Zeit für den Wiederanlauf muss kleiner als die maximal tolerierbare Ausfallzeit sein.³
Übersetzt heißt das: Wie lange darf ein Prozess ausfallen, bevor es für dein Unternehmen ernsthaft wehtut? Bei manchen Systemen sind ein paar Stunden verkraftbar. Bei deiner Auftragsannahme oder deinem Kassensystem geht es vielleicht um Minuten. Diese Zahl legst du nicht nach Bauchgefühl fest, sondern nach der Bedeutung des jeweiligen Prozesses.

RPO – wie viel Datenverlust ist verkraftbar?
RPO steht für Recovery Point Objective. Microsoft beschreibt diese Größe als die maximal zulässige Dauer eines Datenverlusts im Katastrophenfall, gemessen in Zeiteinheiten, etwa „30 Minuten an Daten“ oder „vier Stunden an Daten“.²
Auch das ist eine Geschäftsentscheidung. Wenn deine Systeme nur einmal pro Nacht gesichert werden, kann im schlimmsten Fall ein ganzer Arbeitstag verloren gehen. Wird dagegen kontinuierlich repliziert, schrumpft dieser mögliche Verlust auf wenige Minuten. Genau deshalb ist DRaaS mit seiner fortlaufenden Replikation attraktiv: Es hält den RPO klein.
Warum diese Werte kein Selbstzweck sind
Wichtig ist die ehrliche Einordnung. Microsoft weist darauf hin, dass es zwar verlockend ist, einen RTO und RPO von null anzustreben, dass das in der Praxis aber schwierig und teuer umzusetzen ist. Fachliche und geschäftliche Verantwortliche sollten die Anforderungen gemeinsam besprechen und sich auf realistische Werte einigen.² Null Ausfall und null Datenverlust wären schön, kosten aber unverhältnismäßig viel. Deine Aufgabe ist es, mit deinem Dienstleister die Werte zu finden, die zu deinem Geschäft und deinem Budget passen.
Diese beiden Zahlen sind Teil eines größeren Ganzen. Das BSI beschreibt mit dem Business Continuity Management einen ganzheitlichen Managementprozess zur Fortführung der kritischen Geschäftsprozesse bei Eintritt eines Notfalls.⁴ DRaaS ist ein Baustein in diesem Prozess, kein Ersatz dafür.

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Die Vorteile für kleine und mittlere Unternehmen
DRaaS ist kein Selbstläufer, aber für viele mittelständische Betriebe ergibt es wirtschaftlich Sinn. Schauen wir uns die konkreten Vorteile an, ohne Werbesprache.
Planbare Kosten statt hoher Anfangsinvestition
Der wohl größte Vorteil liegt im Kostenmodell. Statt einmal viel Geld in Hardware für einen Ausweichstandort zu stecken, buchst du einen laufenden Dienst. Die Kosten für ein zweites Rechenzentrum entfallen, wie Microsoft für die Cloud-Replikation ausdrücklich beschreibt.¹ Du bezahlst für die Absicherung, die du tatsächlich nutzt, und kannst sie mitwachsen lassen, wenn dein Unternehmen wächst. Das macht die Ausgaben planbar, was gerade für kleinere Betriebe entscheidend ist.
Schnellerer Wiederanlauf im Ernstfall
Der zweite Vorteil ist Geschwindigkeit. Weil die Systeme in der Cloud bereitstehen und im Failover als lauffähige Maschinen hochgefahren werden, entfällt das mühsame Neuaufsetzen von Hardware. Microsoft betont dabei, dass die Wiederanlaufzeit deines Systems mit der Dauer des Failover-Vorgangs zusammenpassen muss.² Ein gut eingerichteter DRaaS-Dienst hilft dir, deine RTO-Vorgaben einzuhalten. Wenn nach einem Ransomware-Angriff der Betrieb in wenigen Stunden statt in Tagen wieder läuft, kann das über die Existenz eines Unternehmens entscheiden.
Regelmäßige Tests ohne Betriebsunterbrechung
Der dritte Vorteil wird oft übersehen, ist aber entscheidend. Ein Notfallplan, den du nie geprobt hast, ist nur ein Stück Papier. DRaaS erlaubt Notfalltests, ohne die laufende Replikation zu stören.¹ Das BSI hebt hervor, wie wichtig das Üben ist, denn zum Notfallmanagement gehört auch das Testen der Notfälle.⁴ Erst wenn du weißt, dass das Umschalten funktioniert und wie lange es dauert, ist dein Notfallplan wirklich belastbar.

Die ehrliche Kehrseite: Grenzen und Stolpersteine
Ich wäre kein guter Berater, wenn ich dir nur die schönen Seiten zeigen würde. DRaaS hat Grenzen, die du kennen solltest, bevor du dich entscheidest.
Datenschutz und Serverstandort
Wenn deine Daten in einer Cloud liegen, verlassen sie dein Haus. Damit stellt sich sofort die Frage nach dem Serverstandort und dem Datenschutz. Für Unternehmen in Deutschland ist es in aller Regel sinnvoll, einen Anbieter zu wählen, der die Daten in Rechenzentren innerhalb der EU speichert und verarbeitet. Das BSI weist im Zusammenhang mit Notfallstrategien darauf hin, dass Backups getrennt von den Hauptdaten gespeichert werden sollten, typischerweise in einer anderen Region.² Getrennt heißt aber nicht beliebig weit weg. Der Ort muss zu deinen rechtlichen Vorgaben passen. Kläre also vorab, wo deine Daten physisch liegen und wie sie verschlüsselt werden.
Abhängigkeit vom Anbieter
Mit DRaaS lagerst du einen kritischen Teil deiner Absicherung aus. Das schafft eine Abhängigkeit. Du solltest verstehen, welche Leistung dir der Anbieter zusichert. Das BSI beschreibt Service Level Agreements als Vereinbarungen über Leistungsparameter, die einzuhalten sind, mit einer messbaren Beschreibung der Dienstleistung samt zu erreichender Qualität.³ Lies dir also genau an, was im Vertrag steht: Wie schnell reagiert der Anbieter, welche Verfügbarkeit sagt er zu, und wie kommst du im Zweifel wieder an deine Daten, wenn du den Dienstleister wechseln willst?
DRaaS ersetzt keine Vorsorge
Das ist der wichtigste Punkt. DRaaS hilft dir, nach einem Schaden schnell wieder handlungsfähig zu sein. Es verhindert den Schaden nicht. Microsoft stellt klar, dass man über die gesamte Lösung hinweg bewährte Praktiken befolgen sollte, um die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse zu verringern, und erst danach plant, wie man im Ernstfall reagiert.² Das BSI ordnet das Ganze in einen fortlaufenden Managementprozess ein, nicht in ein einmaliges Projekt.⁴ Anders gesagt: Ein guter Virenschutz, geschulte Mitarbeiter, saubere Zugriffsrechte und aktuelle Updates bleiben Pflicht. DRaaS ist das Sicherheitsnetz für den Fall, dass all das einmal nicht reicht. Vorsorge und Wiederanlauf gehören zusammen.

Ist DRaaS das Richtige für dein Unternehmen?
Am Ende ist die Frage nicht, ob DRaaS technisch beeindruckend ist. Die Frage ist, ob es zu deinem Betrieb passt.
Wann sich der Schritt lohnt
Ein guter Anhaltspunkt ist die Frage, was ein Stillstand dich kostet. Wenn dein Geschäft stark von der IT abhängt, wenn ein Ausfall von einem Tag schon Kunden oder Aufträge kostet, dann ist eine Lösung mit kurzem Wiederanlauf sinnvoll. Das BSI empfiehlt, Geschäftsprozesse nach ihrer Bedeutung für die Wertschöpfung zu bewerten, meist anhand der Wiederanlauf-Anforderung oder des zu erwartenden Schadens über die Ausfallzeit.³ Diese Bewertung ist der ehrlichste Startpunkt. Sie zeigt dir, welche Systeme wirklich schnell zurückmüssen und welche notfalls warten können.
Wie ein sinnvoller Einstieg aussieht
Du musst nicht alles auf einmal absichern. Oft reicht es, mit den wenigen wirklich kritischen Systemen zu beginnen, die deinen Betrieb tragen. Für diese definierst du gemeinsam mit deinem IT-Partner die passenden RTO- und RPO-Werte, wählst einen Anbieter mit EU-Standort und einem klaren SLA und probst den Ernstfall einmal richtig durch. Danach weißt du, dass dein Notfallplan nicht nur auf dem Papier steht. Genau dieses schrittweise, geprüfte Vorgehen unterscheidet echte Ausfallsicherheit von einem trügerischen Gefühl von Sicherheit.

Wenn du wissen willst, ob DRaaS für dein Unternehmen sinnvoll ist und wie ein Einstieg aussehen könnte, dann lass uns reden. Wir von MIT-System kennen die Anforderungen kleiner und mittlerer Betriebe in der Region Kassel!
Häufige Fragen zum Thema
Was ist DRaaS?
DRaaS steht für Disaster Recovery as a Service, also Notfallwiederherstellung als Dienst aus der Cloud. Deine Systeme und Daten werden dabei laufend zu einem Cloud-Anbieter gespiegelt. Fällt deine eigene IT aus, schaltest du auf die Cloud um und arbeitest von dort weiter, bis alles wiederhergestellt ist. Ein durchdachtes DRaaS gibt dir so einen Notfallplan, ohne dass du ein zweites eigenes Rechenzentrum brauchst.
Was ist der Unterschied zwischen DRaaS und Backup?
Ein Backup ist eine Kopie deiner Daten, mit der du im Ernstfall wiederherstellst, was oft Stunden oder Tage dauert. DRaaS hält im Hintergrund ganze Systeme betriebsbereit, sodass du im Notfall schnell darauf umschalten kannst. Backup sichert also die Daten, DRaaS sichert den laufenden Betrieb. Ein durchdachtes DRaaS baut auf einem guten Backup auf, ersetzt es aber nicht.
Was bedeutet RTO?
RTO steht für Recovery Time Objective, im BSI-Sprachgebrauch die Wiederanlaufzeit. Sie beantwortet die Frage, wie schnell ein System nach einem Ausfall wieder laufen muss. Für den zentralen Server sind das vielleicht wenige Stunden, für weniger kritische Systeme darf es länger sein. Ein durchdachtes DRaaS wird genau auf die RTO ausgelegt, die dein Betrieb wirklich braucht.
Was bedeutet RPO?
RPO steht für Recovery Point Objective, also den maximal zulässigen Datenverlust. Sie beschreibt, bis zu welchem Zeitpunkt du Daten im Notfall zurückholen kannst. Spiegelst du fast in Echtzeit, verlierst du im schlimmsten Fall nur Minuten statt eines ganzen Tages. Ein durchdachtes DRaaS stimmt die Häufigkeit der Replikation auf diese Vorgabe ab.
Für wen lohnt sich DRaaS?
DRaaS lohnt sich besonders für Betriebe, die sich einen längeren IT-Ausfall nicht leisten können, aber kein zweites eigenes Rechenzentrum betreiben wollen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist das ein bezahlbarer Weg zu echter Ausfallsicherheit. Statt hoher Anfangsinvestitionen zahlst du einen planbaren monatlichen Betrag. Ein durchdachtes DRaaS macht Ausfallsicherheit damit auch für den Mittelstand erreichbar.
Wo liegen meine Daten bei DRaaS?
Deine Daten liegen beim Cloud-Anbieter, und deshalb ist entscheidend, wo dessen Rechenzentren stehen. Für die DSGVO sollte der Serverstandort innerhalb der EU liegen, und die Aufgabenteilung sollte vertraglich klar geregelt sein. DRaaS erhöht die Verfügbarkeit, entbindet dich aber nicht von deiner Verantwortung für die Daten. Ein durchdachtes DRaaS klärt diese Fragen von Anfang an mit.
Ersetzt DRaaS den Virenschutz und andere Vorsorge?
Nein. DRaaS fängt die Folgen eines Notfalls auf, verhindert ihn aber nicht. Virenschutz, Updates, Backups und geschulte Mitarbeiter bleiben genauso wichtig wie vorher. DRaaS ist das Sicherheitsnetz, nicht der Ersatz für Vorsorge. Ein durchdachtes DRaaS ergänzt deine übrigen Schutzmaßnahmen, statt sie überflüssig zu machen.
Wie schnell bin ich mit DRaaS wieder online?
Das hängt von deiner vereinbarten RTO und der gewählten Lösung ab, ist aber in der Regel deutlich schneller als das Wiederherstellen aus einem klassischen Backup. Weil die Systeme in der Cloud bereits betriebsbereit vorgehalten werden, kann das Umschalten in Minuten bis wenigen Stunden gelingen. Wichtig ist, dass die Zielwerte realistisch geplant und getestet sind. Ein durchdachtes DRaaS legt diese Wiederanlaufzeit vorab klar fest.
Muss ich DRaaS testen?
Ja, unbedingt. Ein Notfallplan, der nie geprobt wurde, ist im Ernstfall ein Risiko, weil sich Fehler erst dann zeigen. Deshalb gehört das regelmäßige Testen des Failovers fest dazu, idealerweise ohne den laufenden Betrieb zu stören. Ein durchdachtes DRaaS wird in festen Abständen geprüft, damit du dich im Ernstfall darauf verlassen kannst.
Wie steige ich in DRaaS ein?
Am Anfang steht die Frage, welche Systeme für deinen Betrieb wirklich unverzichtbar sind und wie schnell sie zurückkommen müssen. Daraus ergibt sich, was in die Cloud repliziert wird und mit welchen Zielwerten. Ein erfahrener Partner richtet das ein, testet es mit dir und bleibt im Ernstfall erreichbar. Ein durchdachtes DRaaS setzt MIT-System als IT-Partner für KMU in der Region Kassel für dich um.